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Wofür sind die Nietenknöpfe an der Jeans?

Die zeitloseste aller Hosen ist die Jeans. Als Arbeiterhosen im 19. Jahrhundert gefunden, machte das Beinkleid eine steile Karriere in der Modewelt und zählt noch heute zu den beliebtesten Kleidungsstücken. In den USA sollen Frauen bis zu sieben Jeans ihr eigen nennen. Aber niemand weiß so wirklich, wie es zu den Nietenknöpfen an den Taschen kam.

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Die Taschen voller Gold

Goldgräber trugen um 1850 vermehrt die Hose. Und diese stopften sich die Taschen mit den Klumpen, die sie fanden voll. Und da zu dieser Zeit noch sehr viel Gold gefunden wurde, fransten die Hosentaschen schnell aus oder die Nähte rissen. Also mussten damals Jeanshosen regelmäßig repariert und neu vernäht werden.

Schneider hatte die Idee

Jacob Davis war damals ein Schneider und er hatte sehr viel Arbeit damit, die Taschen neu zu vernähen. Es zeigte sich aber schnell, dass das Problem damit nicht auf Dauer gelöst war. Also hatte er im Jahr 1872 eine Idee, die er auch umsetzte. Er verstärkte die Taschen an den Ecken mit Nietenknöpfen und erhöhte damit die Haltbarkeit der Hose.

Kein Geld für Patent

Dem US-Amerikaner war schnell klar, dass seine kleine Erfindung bahnbrechend war. Allerdings verfügte er als einfacher Schneider nicht über das nötige Kleingeld, um sich seine Idee patentieren zu lassen. Also wandte er sich an den Händler Levi Strauss, der seine Jeanshosen an die Goldgräber und Arbeiter in den USA verkaufte.

Nieten blieben bis heute

Strauss sorgte mit seinem Geld dafür, dass ein Patent angemeldet wurde. Dies geschah am 20. Mai 1873. Die Patentinhaber waren Levi Strauss und Jacob Davis gemeinsam. Von da an wurden Jeans mit Nietenknöpfen produziert. Der Stoff wechselte zwar über die Jahre hin und wieder, aber die Verstärkung an den Taschen blieb bis heute erhalten.

Wofür ist die kleine Tasche in der Jeans?

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