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Reebok Easy Tone - Ärger um Werbung

Einfach beim normalen Gehen abnehmen und Po- und Beine ganz einfach in Form bringen - für diese Werbeversprechen rund um die Reebok Easy Tone Sneaker muss der Sporthersteller nun Millionen zahlen. Bei regelmäßigem Tragen soll die Gesäßmuskulatur um bis zu 28 Prozent gestärkt werden, heißt es in der Werbung. Promis wie It-Girl Kim Kardashian, die für ihren Hintern a la Jennifer Lopez bekannt ist, und zuletzt Helena Christensen haben für die Schuhe geworben.

Das Supermodel sah man sogar komplett nackt posieren, nur mit den vermeidlichen Wunderschuhen an den Füßen. Im Alter von 41 Jahren macht Christensen dabei noch eine unverschämt gute Figur - laut Werbung auch Dank der Sneaker. Diese sind speziell gepolstert und sollen dadurch den Muskelaufbau in Beinen und Po fördern. Allein durch das Gehen in den Schuhen soll sich der Effekt einstellen.

Allerdings ist die US-Handelsaufsicht FTC da nun an derer Meinung, wie Mode.net berichtet. Das Werbeversprechen sei gar nicht wissenschaftlich belegt, heißt es dort. Man dürfe, so David Vladeck, der Vorsitzende des FTC, die Stärkung der Muskeln und die weiteren Werbeversprechen nur behaupten, wenn diese auch wissenschaftlich gestützt seien.

Der einstige Verkaufsschlager wird nun zum Millionen-Ballast für Reebok: Stolze 25 Millionen Dollar, umgerechnet etwa 18,3 Millionen Euro, muss der Sporthersteller für die falschen Versprechen nun berappen. Wie ein Sprecher des Unternehmens nun bestätigte, werde man die Strafe zahlen. Allerdings nur, um einem langwierigen Rechtsstreit aus dem Weg zu gehen, von der Wirkung der Schuhe sei man nach wie vor überzeugt. Daher wird man die Reebok Easy Tones auch weiterhin kaufen können, ob man allein durch das Laufen dann aber auch einen Hintern wie Helena Christensen bekommt, bleibt fraglich.

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