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Neurowissenschaftler erklärt: Warum sehen Hipster alle gleich aus?

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Das Phänomen "Hipster" geistert nun schon seit einigen Jahren durch die Modewelt, der Jugendtrend schreibt eigentlich vor, dass man sich von der Masse abhebt, aber ein Neurowissenschaftler hat nun anhand einer Studie erklärt, weshalb am Ende doch alle gleich aussehen. Den "Hipster-Effekt" hat der Wissenschaftler Jonathan Touboul nun in einem Aufsatz erklärt.

Turnbeutel, Skinny Jeans, Nerd-Brille, Undercut, das sind die Accessoire, die allgemein bei der nicht mehr ganz so jungen Modewelle sehr gut ankommen. Touboul analysierte nun den Hipster und veröffentlichte seine Ergebnisse in dem Aufsatz "The Hipster Effect: When Anticonformists All Look the Same". Der Titel der Arbeit zeigt schon, dass es am Ende doch um Uniformität geht, und nicht um Individualität, so wie es der Hipster gerne hätte.

Die Erklärung des Franzosen ist eigentlich ganz einfach: Niemand könne Modetrends in Echtzeit aufnehmen, und deswegen kommen es nach und nach zu einer Anpassung. Jugendliche würden sich von anderen Jugendlichen den Modetrend abgucken und diesen einfach nachahmen. Und deswegen würden Hipster inzwischen alle gleich aussehen.

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Für die Jugendbewegung ist es ein niederschmetterndes Urteil, wenn Jonathan Touboul dieses Fazit zieht: "Obwohl sie sich sehr bemühen, anders zu sein, endet das oft damit, dass Hipster ständig die gleichen Entscheidungen treffen. In anderen Worten: Sie sehen alle gleich aus." Doch davon wird der Hipster sich nicht abbringen lassen, weiter sein unangepasstes Äußeres zur Schau zu stellen. Er muss nur damit klar kommen, dass dies inzwischen unzählige andere auch machen.

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