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Neue Zara-Kollektion: Ein bisschen Top-Model-Sein für alle?

Die spanische Modekette Zara hat in den letzten Monaten mit attraktiven Kollektionen und stylischen Lookbooks mit Starbesetzung für Furore gesorgt, das Besondere: Die Klamotten sind immer noch alltagstauglich, versprühen aber Dank Top-Model-Besetzung und High-Class-Fotografie einen Hauch "Große weite Welt". Doch wie viel dieses Style-Versprechens kann die potentielle Käuferin aus der Umkleidekabine retten und mit nach Hause nehmen?

Yasmin Sewell, Caroline de Maigret, Cate Underwood und Sofia Sanchez Barrenechea strahlen uns aus den letzten Lookbooks von Zara entgegen: Schlanke und elegante  Schönheiten, die traditionelle Etuikleider mit Star-Trek-Charme, dunkelgrauen Wollstoff aus dem letzten Jahrtausend, anheimelnde Karohemden und büro-blaue Kostüme so präsentieren, dass man sie gleich und sofort haben will.

Sicherlich wird dieser "Haben-wollen"-Effekt nicht nur durch Models und geniale Fotografie erzeugt, denn die neuen Schnitte – gerade und lange Linien im Kontrast zu kastigen Formen und weiblichen Rundungen – geben den vermeintlich alt-backenen Stücken einen innovativen Touch. Die Zara-Kunden dieser Welt dürften zufrieden sein.

Sehen Sie hier die Fotos der Herbst/Winter-Kollektion

Doch wie kommt der Look im wahren Leben rüber? Halten die Stücke was sie versprechen? Sehen sie auch an der normal gewachsenen Durchschnittsfrau hinreißend aus? Man darf skeptisch sein: Der Hauch von "großer weiter Welt" verfliegt – zumindest in den meisten deutschen Zara-Filialen – schnell angesichts vollgepfropfter Regale und langen Schlangen an zu wenig Umkleidekabinen.  Und wenn "frau" es mit dem neuen Lieblingsteil das bei Cate Underwood so atemberaubend aussah, endlich in der Kabine geschafft hat, ist die Enttäuschung meistens groß. Denn welche Frau von nebenan sieht mit Konfektionsgröße 38 in einer hautengen Hosen ebenso gut aus wie ein Top-Model?  

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