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American Apparel Werbung – Sex sells?

Eine neue Saison und eine neue Diskussion um die American Apparel Werbung. Das Unternehmen setzt seit fast einem Jahrzehnt auf provokante Werbung und auch diesmal gilt das Motto 'Weniger ist mehr'. Wie man auf der Webseite des Unternehmens erfährt, soll die Werbung immer schon dafür gesorgt haben, sich von der Konkurrenz abzuheben und den weltweiten Erfolg zu sichern. Ohne die Hilfe von Werbeagenturen, Photoshop, Stylisten und Friseuren werden die Kampagnen gestaltet. Meist sind Angestellte selber, Freund oder Fans der Marke die Models.

Das Label steht zu seinen kontroversen Plakaten und meint, sie werden ihrem Kernpublikum weiter geben, was sie wollen, nämlich einen 'echten und unveränderten Blick auf den kreativen Prozess hinter American Apparel'. Die Öffentlichkeit sieht das dann oft aber anders und so wurde beispielsweise von der britischen Werbeaufsicht schon einmal eine Werbung verboten. Das Model posierte mit halb entblößter Brust, doch die Aufsicht befand, dass das Mädchen zu jung und verletzlich aussehe. Die Anzeige musste schließlich um einige Bilder gekürzt werden.

Die neue Kampagne für die Bademode müsste wohl ebenfalls weitgehend zensiert werden. Denn das asiatisch aussehende Model zeigt weniger den Badeanzug als ihre entblößten Brüste. Gut, der Schnitt des Anzugs erfüllt sowieso schon kaum seinen Zweck, trotzdem wirkt die Anzeige wie aus einem Playboy Anno 1985. In weiteren aktuellen Bildern sieht man Schambehaarung und noch mehr Brüste.

Wie Mode.net berichtet, soll das Unternehmen in einer finanziellen Krise sein. So müsse bis September 2013 ein konstantes finanzielles Wachstum erzielt werden, um den Konzern zu retten. Zur Zeit soll der Schuldenberg des Labels weiter wachsen und der Kreditgeber droht, abzuspringen. Kein Wunder also, dass bei der American Apparel Werbung wieder einmal auf die altbekannte Formel 'Sex sells' gesetzt worden ist – aber ob das nun den Verkauf ankurbelt?

Bild: americanapparel.net

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