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American Apparel Werbung in England verboten

Der amerikanische Bekleidungshersteller American Apparel macht sich keine Freunde bei der britischen Werbeaufsicht. Die Advertising Standard Authority (ASA) hat eine Anzeige verboten, in der ein sehr jung wirkendes Mädchen teilweise entblößt zu sehen ist. Es war nicht das erste Mal, dass American Apparel mit seinem Werbestil aneckt.

Laut dem "Guardian" hat die ASA eine Beschwerde erhalten, der zufolge die Anzeige das Model "jung und verletzlich" zeige und dadurch anstößig wirke. Die Fotoserie erschien im "Vice Magazine", zu sehen war, wie sich das 23-jährige Model innerhalb von sechs Bildern Stück für Stück entkleidet. Auf einem Bild war teilweise eine entblößte Brustwarze zu sehen, die Anzeige wurde auf drei Bilder gekürzt.

Die Pressesprecher von American Apparel beteuerten, dass man das Model auf keinen Fall in einem "negativen oder geringschätzigen Licht" zeigen wollte. Das "Vice Magazine" gab außerdem zu bedenken, dass sich seine Zielgruppe der 18- bis 34-Jährigen nicht durch die Bilder angegriffen fühlen würden. Die ASA stimmte den Erklärungen teilweise zu, gab aber auch der Beschwerde statt. In einigen Bildern sehe das Model jünger als 16 Jahre aus, das könnte zu einer problematischen Rezeption führen.

Ebenfalls in diesem Jahr hatte American Apparel bereits Ärger mit Woody Allen. Der Regisseur verklagte das Unternehmen, weil unerlaubt Bilder aus seinem Film "Der Stadtneurotiker" für eine Werbung benutzt wurden. Damals konnte man sich außergerichtlich klären, im aktuellen Fall steht die Entscheidung aber fest: In der Werbeanzeige von American Apparel wird zu viel Haut der jungen Frau gezeigt.

Bild: americanapparel.net

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